Geschichten aus unserem Service-Alltag

Kontern und Entspannen – geht das?

21 01 31 Homeschooling

Kontern ist nötig, wenn es in Diskussionen heiß hergeht oder jemand Sie angreift. Für viele Menschen bedeuten solche Auseinandersetzungen Stress. Der Adrenalinspiegel steigt, und nach der „Schlacht“ macht sich stumpfe Müdigkeit breit. Und manchmal auch der nagende Zweifel: „Habe ich mich selbst gut und angemessen gewehrt?“

Je besser Sie in Hinsicht auf Kontermöglichkeiten gerüstet sind, desto entspannter können Sie in Wortgefechte hineingehen. Schlagfertigkeit ist im Übrigen keinesfalls mit einer sofortigen Antwort gleichzusetzen. Und damit sind wir schon beim ersten Konter – dem gezielten Schweigen.

Kontern durch Schweigen

Stellen wir uns vor, Sie werden richtig dämlich und unter der Gürtellinie angegriffen. Handelt es sich um ein persönliches Treffen oder um ein Videomeeting, können Sie hervorragend ihre Körpersprache einsetzen. Lehnen Sie sich bequem zurück, setzen Sie ein möglichst ausdrucksloses Gesicht mit leicht in die Höhe gezogenen Mundwinkeln auf und blicken Sie dem Angreifer geradewegs in die Augen. Und zwar so lange, bis er oder sie den Blick abwendet. Dann haben Sie gewonnen.

Wenn zwei Widersacher einander direkt für eine längere Zeit in die Augen schauen, baut sich sofort eine Spannung auf. Tipps, um dieses unangenehme Gefühl leichter auszuhalten: Achten Sie bei sich selbst auf entspannte Bauchatmung. Statt dem anderen in ein Auge zu schauen (so machen wir es immer), blicken Sie direkt auf die Stelle zwischen seinen Augen oberhalb der Nasenwurzel. Blenden Sie alles andere aus und denken Sie an etwas Schönes.

Konsequent durchgezogen, eignet sich diese Taktik hervorragend, um Ihr Gegenüber zu verunsichern. Auch der Blick zwischen die Augen ist irritierend, wenn Ihr Gesprächspartner darin unerfahren ist. So gewinnen Sie durch Schweigen die Oberhand.

Kontern durch eine Gegenfrage

Die Gegenfrage ist eine Möglichkeit, dem anderen den Ball zurückzuspielen und Zeit zum Nachdenken zu gewinnen. Wieder stellen wir uns einen Angriff vor, zum Beispiel den Vorwurf: „Kennen Sie sich eigentlich gut genug aus mit Fachgebiet XY, um hier mitzureden?“ Statt darauf einzugehen, sagen Sie: „Ich verstehe Ihre Frage nicht. Was genau ist Ihr Anliegen?“ In der Zeit, in der der Angreifer nun versucht, seine Frage zu erklären, können Sie entspannt über Ihre weitere Strategie nachdenken.

Um Ihre Schlagfertigkeit zu trainieren, reichen für den Anfang zwei bis drei Techniken aus. Damit kommen Sie schon ziemlich weit. Sitzen diese, erweitern Sie Ihr Repertoir.

Helfen – manche Menschen fühlen sich nur wohl, wenn sie andere mit Hilfsangeboten überschütten. Sie haben ein „Helfersyndrom“. Dieser Begriff wurde vom Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer geprägt. Auch an der Kommunikation ist zu merken, ob jemand ein übertriebenes Bedürfnis hat, alles an sich zu reißen.

Die Bedürftigkeit des anderen ist das Lieblingsthema

Wann immer es geht, unterstreichen sie die eigene Stärke und die Schwäche des Gegenübers. Rund um die Uhr sind sie auf allen Kanälen erreichbar. Sie möchten gern ein starker Partner sein, der anderen alles Schwere abnimmt. „Ich mache das schon, du kannst das nicht“ oder „Lass mich das erledigen“ oder „Du brauchst dringend Unterstützung. Ich bin für dich da“, sind typische Formulierungen.

Personen mit Helfersyndrom können gut zuhören

Menschen, die anderen unbedingt helfen wollen, können zu jeder Tages- und Nachtzeit gut zuhören und zeigen sich einfühlsam. Thema von Gesprächen, Posts oder Nachrichten sind in erster Linie die Probleme anderer. Oft üben sie Berufe in sozialen oder medizinischen Einrichtungen aus oder engagieren sich ehrenamtlich für Benachteiligte.

Das Helfen wird oft ohne Rückfrage aufgedrängt

Eine Besonderheit liegt darin, dass der (scheinbar) Bedürftige oft nicht einmal gefragt wird oder von sich aus um Hilfe bittet. Sie wird ihm resolut aufgedrängt. Und dass sich weitere Unterstützer in die Aktion einschalten, duldet der Helfer, der auch eine Helferin sein kann, nicht. Auf diese Weise übt er oder sie subtil Macht aus.

Selbstausbeutung als Grundprinzip

Menschen mit Helfersyndrom stellen dafür ihre eigenen Bedürfnisse komplett zurück. Die Märtyrer-Rolle ist ihnen auf den Leib geschrieben. Es ist das, was sie ihrer Meinung nach am besten können: sich für andere aufopfern, auch zu Lasten der eigenen Gesundheit. Und dafür fühlen sie sich zwar ausgebrannt, doch als etwas Besonderes. Hinter dem Helfersyndrom steckt also das große Bedürfnis nach Anerkennung und Dankbarkeit.

Möchten Sie wissen, ob Sie ein Helfersyndrom haben? Machen Sie den kostenlosen Selbsttest auf der Website „Selbstbewusstsein stärken“. Sie erhalten sofort eine Auswertung, ohne Daten hinterlegen zu müssen.

Immer auf der Überholspur

21 01 31 Homeschooling

Überholspur als Lieblingsfahrstrecke – manche Menschen versuchen dauernd, der oder die Beste zu sein. Ihr ganzes Verhalten drückt aus, dass sie anderen ihre Kompetenz beweisen möchten. Der Psychologe Friedemann Schulz von Thun bezeichnet den dazu gehörigen Kommunikationsstil als „sich beweisenden“.

Jemand mit diesem Verhaltensmuster kennt die eigenen Stärken und ist selbstbewusst. Bei der Arbeit, im Sport oder in der Partei gibt er oder sie alles. Er ist zuverlässig und packt sofort zu, wenn Not am Menschen ist.

Auf der Überholspur: Wer bremst, verliert

Doch er möchte um jeden Preis verhindern, dass andere ihn für einen Schwächling, Versager oder für jemanden von niederem Rang halten. Er achtet auf Statussymbole und hat sich ein Machtgebaren zugelegt.

Von weitem als Alphatier erkennbar

Jeder soll schon von Weitem erkennen, dass er es mit einem „Alpha“ zu tun hat. Kommt ihm jemand entgegen, muss dieser ausweichen. Es sei denn, es handelt sich um Vorgesetzte, wichtige Kunden oder ihm übergeordnete Vorsitzende.

Fährt der Wettbewerbsorientierte ein schnelles Auto, sucht er sich auf der Autobahn Spielkameraden mit ähnlichen PS-Boliden für Wett- und Überholungsfahrten. Wenn er ein solches Duell verliert, ärgert er sich schwarz.

Imponiergehabe bei jeder Gelegenheit

Sein Kommunikationsverhalten verrät ihn: In jedem Gespräch sucht er Wege, schnellstmöglich, von sich selbst und seinen Erfolgen zu reden. Treffen zwei solcher „Kollegen“ aufeinander, wird es anstrengend. Die beiden geben nicht eher Ruhe, als bis einer den anderen übertrumpft hat.

Auch Frauen rivalisieren miteinander

All dies hört sich vielleicht „typisch männlich“ an, weil es einem Klischee entspricht. Doch es gibt auch wettbewerbsorientierte Frauen, die jede Gelegenheit nutzen, sich selbst in Szene zu setzen. Grundsätzlich rivalisieren Frauen jedoch eher unterschwellig miteinander.

Henry Markovits, Psychologieprofessor an der Université du Québec à Montréal, befasste sich in einer Studie über männliche und weibliche Kooperationsverhalten am Arbeitsplatz mit dem Thema. Er fand heraus, dass Frauen am Arbeitsplatz stärker miteinander konkurrieren als einander zu fördern.

Im Umgang mit stark wettbewerbsorientierten Personen empfiehlt sich eine Mischung aus Anerkennung und dem Einbringen eigener Stärken auf anderem Gebiet. Eine sachorientierte Kommunikation mit Zahlen, Daten und Fakten ist ebenfalls oft hilfreich.

Helfersyndrom

21 01 31 Homeschooling

Helfen – manche Menschen fühlen sich nur wohl, wenn sie andere mit Hilfsangeboten überschütten. Sie haben ein „Helfersyndrom“. Dieser Begriff wurde vom Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer geprägt. Auch an der Kommunikation ist zu merken, ob jemand ein übertriebenes Bedürfnis hat, alles an sich zu reißen.

Die Bedürftigkeit des anderen ist das Lieblingsthema

Wann immer es geht, unterstreichen sie die eigene Stärke und die Schwäche des Gegenübers. Rund um die Uhr sind sie auf allen Kanälen erreichbar. Sie möchten gern ein starker Partner sein, der anderen alles Schwere abnimmt. „Ich mache das schon, du kannst das nicht“ oder „Lass mich das erledigen“ oder „Du brauchst dringend Unterstützung. Ich bin für dich da“, sind typische Formulierungen.

Personen mit Helfersyndrom können gut zuhören

Menschen, die anderen unbedingt helfen wollen, können zu jeder Tages- und Nachtzeit gut zuhören und zeigen sich einfühlsam. Thema von Gesprächen, Posts oder Nachrichten sind in erster Linie die Probleme anderer. Oft üben sie Berufe in sozialen oder medizinischen Einrichtungen aus oder engagieren sich ehrenamtlich für Benachteiligte.

Das Helfen wird oft ohne Rückfrage aufgedrängt

Eine Besonderheit liegt darin, dass der (scheinbar) Bedürftige oft nicht einmal gefragt wird oder von sich aus um Hilfe bittet. Sie wird ihm resolut aufgedrängt. Und dass sich weitere Unterstützer in die Aktion einschalten, duldet der Helfer, der auch eine Helferin sein kann, nicht. Auf diese Weise übt er oder sie subtil Macht aus.

Selbstausbeutung als Grundprinzip

Menschen mit Helfersyndrom stellen dafür ihre eigenen Bedürfnisse komplett zurück. Die Märtyrer-Rolle ist ihnen auf den Leib geschrieben. Es ist das, was sie ihrer Meinung nach am besten können: sich für andere aufopfern, auch zu Lasten der eigenen Gesundheit. Und dafür fühlen sie sich zwar ausgebrannt, doch als etwas Besonderes. Hinter dem Helfersyndrom steckt also das große Bedürfnis nach Anerkennung und Dankbarkeit.

Möchten Sie wissen, ob Sie ein Helfersyndrom haben? Machen Sie den kostenlosen Selbsttest auf der Website „Selbstbewusstsein stärken“. Sie erhalten sofort eine Auswertung, ohne Daten hinterlegen zu müssen.

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