Geschichten aus unserem Service-Alltag

Helfersyndrom

21 01 31 Homeschooling

Helfen – manche Menschen fühlen sich nur wohl, wenn sie andere mit Hilfsangeboten überschütten. Sie haben ein „Helfersyndrom“. Dieser Begriff wurde vom Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer geprägt. Auch an der Kommunikation ist zu merken, ob jemand ein übertriebenes Bedürfnis hat, alles an sich zu reißen.

Die Bedürftigkeit des anderen ist das Lieblingsthema

Wann immer es geht, unterstreichen sie die eigene Stärke und die Schwäche des Gegenübers. Rund um die Uhr sind sie auf allen Kanälen erreichbar. Sie möchten gern ein starker Partner sein, der anderen alles Schwere abnimmt. „Ich mache das schon, du kannst das nicht“ oder „Lass mich das erledigen“ oder „Du brauchst dringend Unterstützung. Ich bin für dich da“, sind typische Formulierungen.

Personen mit Helfersyndrom können gut zuhören

Menschen, die anderen unbedingt helfen wollen, können zu jeder Tages- und Nachtzeit gut zuhören und zeigen sich einfühlsam. Thema von Gesprächen, Posts oder Nachrichten sind in erster Linie die Probleme anderer. Oft üben sie Berufe in sozialen oder medizinischen Einrichtungen aus oder engagieren sich ehrenamtlich für Benachteiligte.

Das Helfen wird oft ohne Rückfrage aufgedrängt

Eine Besonderheit liegt darin, dass der (scheinbar) Bedürftige oft nicht einmal gefragt wird oder von sich aus um Hilfe bittet. Sie wird ihm resolut aufgedrängt. Und dass sich weitere Unterstützer in die Aktion einschalten, duldet der Helfer, der auch eine Helferin sein kann, nicht. Auf diese Weise übt er oder sie subtil Macht aus.

Selbstausbeutung als Grundprinzip

Menschen mit Helfersyndrom stellen dafür ihre eigenen Bedürfnisse komplett zurück. Die Märtyrer-Rolle ist ihnen auf den Leib geschrieben. Es ist das, was sie ihrer Meinung nach am besten können: sich für andere aufopfern, auch zu Lasten der eigenen Gesundheit. Und dafür fühlen sie sich zwar ausgebrannt, doch als etwas Besonderes. Hinter dem Helfersyndrom steckt also das große Bedürfnis nach Anerkennung und Dankbarkeit.

Möchten Sie wissen, ob Sie ein Helfersyndrom haben? Machen Sie den kostenlosen Selbsttest auf der Website „Selbstbewusstsein stärken“. Sie erhalten sofort eine Auswertung, ohne Daten hinterlegen zu müssen.

Angriffsmodus – andere herabsetzen

21 01 31 Homeschooling

Angriffsmodus – manche Menschen setzen andere durch häufige aggressive Äußerungen herab. Der Psychologe Friedemann Schulz von Thun bezeichnet einen solchen Kommunikationsstil als „aggressiv-entwertend“. Er vermutet, dass die Ursache dafür Gewalterfahrungen in der Kindheit und der damit verbundene Wunsch nach Stärke sein könnte.

Pöbeln aus Macht und Sicherheit heraus

Personen, die aggressiv-entwertend mit anderen umgehen, befinden sich häufig in Machtpositionen. Beispiel: Eine Vorgesetzte kanzelt ihren Mitarbeiter ab, weil dieser eine kleine Entscheidung ohne sie getroffen hat. „Was fällt Ihnen ein, sich hier als Chef aufzuspielen? Sie haben keinerlei Kompetenzen, die eine eigenmächtige Vorgehensweise rechtfertigen.“ Würde der so Angesprochene einen ähnlichen Angriff gegen seine Führungskraft starten oder sich auf dieselbe Weise wehren, müsste er Sanktionen befürchten.

Der Angriffsmodus ist auch im Netz verbreitet

Es gibt jedoch auch Angreifer, die sich in sozialen Medien durch Hetze und Schmähreden auszeichnen. Aus der Sicherheit der häuslichen vier Wände heraus und oft auch anonym – zum Beispiel über Fakeprofile – schießen sie auf so genannte und vermeintliche Gegner. Ins Zentrum ihrer Posts setzen sie dabei deren Fehler und Schwächen. Ein Aggressor ist leicht an typischen Verhaltensweisen zu erkennen. Ein paar Beispiele: Er (oder sie)

  • unterbricht dauernd und hört nicht zu
  • unterstellt dem Gesprächspartner bei jeder Gelegenheit unlautere Absichten
  • kritisiert die ganze Person statt ihr Verhalten oder den Fehler
  • benutzt Schimpfwörter und redet unflätig
  • schreit oder keift mit lauter Stimme herum
  • hat eine wilde Gestik und Mimik, haut auch mal auf den Tisch

Wie man am besten mit fiesen Zeitgenossen umgeht

Die Möglichkeiten der Gegenwehr sind je nach Beschaffenheit des Abhängigkeitsverhältnisses stark eingeschränkt. Da ein „mächtiger“ Angreifer stark auf Schwächen und Fehler achtet, ist es wichtig, bei einer Kränkung im persönlichen Kontakt nach außen gleichgültig und souverän aufzutreten. Sonst merkt er, dass er an dieser Stelle Schmerzen zufügen kann, was er bei nächster Gelegenheit wieder tun wird. Ein direkt ausgetragener Konflikt mit einem Machtmenschen dieses Kalibers bringt ebenfalls nur Scherben. Sagen Sie wenig oder gar nichts zu den Vorwürfen. Ziehen Sie sich so weit wie es geht, zurück.

Opfer - so verraten sie sich

21 01 31 Homeschooling

Opfer – woran erkennen Täter eigentlich, dass sie mit einer Person leichtes Spiel haben?

Der Psychologe Friedemann Schulz von Thun liefert ein Erklärungsmodell: Auch der Kommunikationsstil verrät, ob jemand ein Opfer ist.

Das Opfer drückt Bedürftigkeit und Abhängigkeit aus

Den Sprachstil von Opfern (ohne sie als solche zu benennen) bezeichnet der Wissenschaftler als
„bedürftig-abhängig“. Getrieben von der inneren Einstellung, keinen Einfluss auf das eigene Leben zu haben, äußert sich das Opfer zum Beispiel so:

  • „Man kann ja doch nichts machen.“

  • „Die da oben, wir da unten.“

  • „Alleine kriege ich das nicht hin.“

  • „Ich kann das nicht.“

  • „Ich würde ja vielleicht, wenn ich nur die Gelegenheit dazu hätte.“

Auch manche Profiltexte in Flirt- und Partnersuchportalen lassen tief blicken. „Vom Leben gebeutelte Sie sucht endlich einen treuen Mann zum Anlehnen.“ Oder „Nach riesiger Enttäuschung wünsche ich (M, 45) mir eine liebevolle Frau mit Sinn für Häuslichkeit.“ Diese beiden verraten zwischen den Zeilen viel über sich selbst und über die Vorgeschichte des Gesuchs. Und damit ziehen sie vielleicht gerade die Leute an, die ein leichtes Opfer suchen.

Hätte hätte Fahrradkette

Besonders häufig verwendet das Opfer Sätze mit „hätte“, „könnte“ oder „würde“. Dadurch drückt es aus, dass dieses oder jenes leider außerhalb seines Einflussbereichs liegt. Im Direktkontakt sprechen Opfer häufig mit leiser, hoher Stimme, schlagen den Blick nieder und halten den Kopf schräg. Die Körperhaltung ist eher gebückt und drückt innere Unsicherheit aus.

Anstrengungsvermeidung kann auch ein Motiv sein

Schulz von Thun vermutet, viele solcher Menschen hätten eine schwere, lieblose Kindheit gehabt. Andererseits ermöglicht die freiwillige Opferrolle eine gewisse Bequemlichkeit: Andere nehmen der Person lästige Pflichten ab und entscheiden für sie. Wenn Sie sich selbst oft in einer unerwünschten Opferrolle befinden und diese verlassen möchten, achten Sie auf Ihr Kommunikationsverhalten.

  • Verzichten Sie auf „könnte“, „würde“ und ähnliche Ausdrücke, wenn es um Aufgaben geht, die sie übernehmen möchten. „Ich kann, ich will, ich werde!“

  • Seien Sie vorsichtig mit öffentlichen Schilderungen Ihrer Leidensgeschichte und damit verbundenen Gefühlsäußerungen (z. B. in sozialen Netzwerken).

  • Achten Sie darauf, laut genug zu sprechen.

  • Bemühen Sie sich um eine aufrechte, gerade Kopf- Körperhaltung (auch in Situationen, in denen Sie sich unsicher fühlen.

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